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3) Dolby Surround, Dolby Digital, dts, was ist das?

Dolby Surround bzw. Dolby Prologic ist ein analog verarbeitetes Vierkanal-Verfahren, das sich bereits in den siebziger Jahren durchsetzte - erst in den Kinos, dann in den Wohnzimmern. Es benötigt zur Speicherung nur zwei Tonkanäle. Center- und Rear-Kanal werden verschlüsselt mit auf die beiden Frontkanäle gepackt und enthalten weder tiefe noch sehr hohe Frequenzen. Dolby Prologic erfordert zur Wiedergabe einen entsprechenden Dekoder und begnügt sich mit einem vierkanaligen Surroundverstärker, da beide Rear-Lautsprecher dieselben Signale erhalten. Die in den siebziger und achtziger Jahren gedrehten Spielfilme sind auch übers Fernsehen in Dolby Surround zu empfangen.

Dolby Digital (AC 3) ist dagegen ein echtes Fünf- bzw. Sechskanal-Verfahren (auch 5.1 genannt), das erst in den neunziger Jahren Verbreitung fand. Alle fünf Surroundkanäle sind völlig unabhängig voneinander und enthalten auch tiefste und höchste Frequenzen. Daher stellt Dolby Digital bzw. AC 3 höhere Anforderungen an den Center und an die Rear-Lautsprecher. Der sechste Kanal enthält nur tiefste Frequenzen und ist über einen separaten Subwoofer-Ausgang des digitalen Surroundverstärkers anzuzapfen. Andererseits kann dieser Kanal vom Surroundverstärker auch mit auf die Frontkanäle gelegt werden oder aber auf alle fünf Surroundkanäle.

Vom Ergebnis her mit AC 3 vergleichbar ist das ebenfalls fünfkanalige "dts", das allerdings einen anderen bzw. einen zusätzlichen Dekoder erfordert.

Darüber hinaus gibt es Dolby Digital 6.1 EX, das auch für hinten einen Center-Lautsprecher vorsieht. Das Signal für den hinteren Center wird per Matrixverfahren aus dem linken und rechten Rear-Kanal gewonnen. Der Frequenzumfang dieses Rear-Centers ist jedoch eingeschränkt. Die Konkurrenz von dts dagegen entwickelte neben einer ähnlichen Version (dts ES Matrix 6.1) auch ein Extended-Surround-Konzept, bei dem ein zusätzlicher Vollbereichskanal für den hinteren Center zur Verfügung steht (dts ES discrete). dts ES discrete setzt sogar auf zwei hintere Center, "surround back speakers" genannt, und wird daher auch als 7.1-Verfahren bezeichnet. Allerdings setzt dts ES discrete sechskanalige Tonaufnahmen voraus, zuzüglich Basskanal, während sich die Matrix-Verfahren mit üblichen 5.1-Aufnahmen begnügen.

Digitalen Surroundsound findet man bislang nur auf den digital versatile discs (DVDs) oder auf den Fernsehsendern SAT 1 sowie ProSieben. Praktisch alle HiFi-und Surroundlautsprecher von quadral eignen sich sehr gut für analoge und digitale Surroundverfahren.

Technische FAQ
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